die letzten Tage in Bildern

Veröffentlicht: 30. Juni 2014 in Uncategorized

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Schloss zu kaufen an der Saale…

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Gut, dass es nur 600 m waren…

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deftige Anstiege, aber halt auch schöne Aussichten

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Schifflefahren ist halt überall beliebt

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an manchen der Stausee hatte ich das Gefühl, mich an einem Norwegischen Fjord zu bewegen

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wenn das Wetter mitspielt, ist es halt überall „schön“

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steile Abfahrt zur Saale

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„Blühende“ Saale

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gesehen in Hof

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…wo solls lang gehen“…(kurz vor der Quelle der Saale)

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ziemlich wolkenverhangen in der Quellnähe, danach hat´s dann kräftig geschüttet, aber nur für kurze Zeit

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Schlosspark in Erlangen

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unterwegs im wunderschönen Wiesenttal in der Fränkischen Schweiz

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Fahrt entlang des Europakanals

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im Moment bin ich etwas ratlos, wie das Flüsschen heißt, das muss ich noch recherchieren

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Das Pensions-Ehepaar in Neuburg an der Donau. Jede Pin steht für einen Übernachtungsgast. Gäste bis aus Alaska waren schon da..

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die bekannten Kletterfelsen in Konstein

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und zum Abschluss die Donau bei Neuburg

 

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km 2.559 Augsburg Finale: dahoam

Veröffentlicht: 30. Juni 2014 in Uncategorized

Ja, liebe Blogleser, alles hat eine Ende, so auch meine Rad´l-Tour durch Deutschland.

Aber dazwischen lagen ja auch noch ein paar Tage und mein Versprechen, noch Bilder nachzuliefern. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welch Genuß es für mich ist, vor einem ordentlich großen Bildschirm zu sitzen und eine vernünftige Tastatur unter meinen Händen zu haben. An dieser Stelle „sorry“ für die zahlreichen Tippfehler, die dieser putzigen kleinen Tastatur meines 7″-Zoll-Tablets geschuldet waren – die meisten zumindest…

Aber der Reihe nach:
Am Freitag, 27.06. wollte ich relativ unspektakulär von Erlangen ab über den Regnitzradweg, den Fünf-Flüsse-Radweg und den Radwanderweg Nürnberg-Rothsee-Altmühltal den Übergang zum Altmühltal schaffen. Die Beschilderung all dieser Wege war dürftig, anders kann ich es nicht ausdrücken. Das führte dazu, dass ich mich gleich an mehreren Stellen auf den Instinkt verließ (wir hatten das Thema ja schon mal), statt per Google-Maps immer wieder mal die Position zu überprüfen. Ich habe mich jedenfalls gleich ein paar mal verfahren und dazu kam, dass ich für den Vortag ursprünglich bis Fürth kommen wollte, aber dann in Erlangen gestrandet bin. Das bedeutete weitere Zusatz-Kilometer. Kurzum, aus geplanten 80 wurden an dem Tag dann 123 km. Ich hab´s trotzdem recht gut geschafft, weil das Wetter o.k. war und die interessant unterschiedlichen Fahrstrecken eine gute Abwechslung boten. In Kinding bin ich privat abgestiegen und hatte ein nettes Zimmer.

Der nächste Tag ging entlang des Altmühltages, das mir immer wieder gut gefällt und sicher zu den Top-5 der gefahrenen Radwege gehört. An diesem Tag übrigens stimmte das erste und einzige Mal die geplante Streckenlänge mit den tatsächlich gefahrenen km überein – ein riesen Zufall…Über Eichstätt gings nach Dollnstein, dann durchs wunderschöne Urdonautal, vorbei an den Kletterfelsen in Konstein, nicht vorbei am Naturfreundehaus in Konstein, das so schön liegt und immer ein leckeres Essen bereithält….
Weiter über Rennertshofen ging´s jetzt in Richtung Osten nach Neuburg an der Donau, meinem letzten Aufenthalt.

Der letzte Tag gestern sollte ein ruhiges und genussvolles Heranradeln an Augsburg sein, aber das Wetter machte mir einen richtigen fetten Strich durch die Rechnung. Oder soll ich sagen: es hat mir gezeigt, wie es hätte sein können, wenn es öfter komplette Regentage gegeben hätte. Na jedenfalls war gestern so ein Tag und ich war nach 2-3 km schon ziemlich durchnässt. Da helfen auch Regenkittel und Schuhgamaschen nur kurzfristig, weil man von innen heraus schwitzt und Feuchtigkeit erzeugt. Aber egal, ich habe dem Regen getrotzt und bin gut in Augschburg angekommen.

Bilder zu den letzten Tagen und von den „Höhepunkten“ an der Saale: in Kürze

 

 

km 2.255 – Erlangen

Veröffentlicht: 26. Juni 2014 in Uncategorized

Die beiden letzten Tage waren recht. spannend.

Gestern fuhr ich die letzte Teilstrecke Richtung Saale-Quelle im  Fichtelgebirge. Es ging erstaunlich gut, obwohl der Weg permanent nach oben ging. Das Wetter kalt, Wolkenverhangen und sehr windig. Wie im Hochgebirge halt. Kurz vor der Quelle fuhr ich dann auf einem Verbindungsradweg (Main-Saale) weiter in seeehr huegeligem Gelaende. Ploetzlich stand auf einem Feldweg ein recht grosser Hund und versperrte mir den Weg. Herrchen oder Frauchen: NEIN – was tun? Ich drehte vorsichtig um, fuhr ins Dorf zurueck und klingelte gleich beim ersten Haus. Ja, das kommt oefter vor, sagte die Bewohnerin, die Besitzerin sei nicht zuhause und der Hausmeister haette das nicht im Griff. Nicht im Griff: ok, ich nahm eine sehr weitraeumige Umleitung ueber die belebte Bundesstrasse, was mir in dem Moment egal war. Uuups… geschafft. Der Weg danach verlief durch ein schoenes Waldgebiet, immer abwaerts bis bnach Wirsberg. Dort angekommen war ich so verfroren, dass ich mit dem rechten Daumen fast nicht mehr schalten konnte. Also schnell eine Wirtschaft gesucht und eine warme Suppe geloeffelt – jetzt gings wieder besser. Der naechste Radweg, den ich nahm, war Weissmainquelle – ein Zubringer zum Main-Radweg. Ich weiss nicht, was sich der Planer dieser Strecke gedacht hat, jedenfalls waren es nicht 93, sondern 112 km – wo ich die verloren habe, bleibt ein Raetsel….Der Weg dann nach Bayreuth verlief problemlos, wenn man von einem kraeftigen Wolkenbruch absieht und der Tatsache, dass Google-Maps, das ich ansonsten nur loben kann, mich 2 x im Kreis geschickt hat. Vielleicht sind damit die 19 Ueber-Kilometer zu erklaeren. Antwort: Nein

Von Bayreuth habe ich leider nicht viel mitgekriegt, den anstrengenden Weg ins Zentrum habe ich mir gespart. Dafuer bekam ich von einigen stark alkoholisierten US-Boys gegen Mitternacht kostenlose Kostproben ihres gesanglichen Koennens. Mei, ich beklag mich auch nicht, dafuer ist es halt eine Jugendherberge. Sonst alles gut.

Heute gings, ich hatte mich ja in den letzten Tagen geschont, eine Fahrt durch die Fraenkische Schweiz. Landschaftlich superschoen, immer entlang der Wiesent bis Ebermannstadt und weiter nach Forchheim. Dort suchte ich zwar vergeblich den Regnitz-Radweg, aber das klaerte sich dann auf. Die Regnitz geht hier in den Main-Donau-Kanal uebe. Das Wetter heute tadellos, ab Mittag konnte ich zum ersten Mal in den letzten 5-6 Tagen sogar auf meineArmlinge verzichten. Mein urspruengliches Ziel Fuerth habe ich zugunsten einer entspannteren Fahrt kurzfristiug auf Erlangen geaendert. Die dortige Jugendherberge hat aus irgend welchen mir nicht bekannten Gruenden keinen offiziellen Status mehr, aber es passt alles super und die Leitung hat mir fuer den Abend sogar exklusiv ein Abendessen organisiert. Was willste mehr?

Ja, die Sache mit den Bildern: Gestern habe ich fast 2 Stunden versucht, aber gelungen ist es mir nicht. Deshalb werde ich, ob mit oder ohne Euer Einverstaendnis, die schoensten Bilder nach meiner Rueckkehr daheim entspannt mit Mausunterstuetzung und schnellem WLAN einspielen.

Aber eins sag ich Euch: Ich melde mich nochmal!

Also, dann bis WLAN

2.050 km – Hof

Veröffentlicht: 24. Juni 2014 in Uncategorized

Tagchen!

Anstrengende Tage liegen hinter mir…..

Vwergangenen Samstag war Merseburg mein Ziel. Ein Problem: es war keine Unterkunft zu kriegen. Was ich nicht wusste waer, dass die Leuna-Werke fuer 6 Wochen die Systeme runtergefahren hatten, um eine Komplettueberpruefung durchzufuehren. Dazu waren Hunderte Mechaniker angefordert, die alle eine Bleibe brauchten. Mit etwas Glueck und Hilfe einer Gaststaette bekam ich aber dann doch ein Quartier. Die Strecke entlang der Saale war sehr abwechslungsreich, haeufiug direkt an der Saale und recht wellig. Die Haenge seitlich der Saale wurden langsam hoeher..

Dann gings weiter nach Jena-Lobeda. ab Kriechau war erster Weinanbau zu sehen. Sehr romantisch der Zusammenfluss von Unstrut und Saale. Ab Bad Koesen dann ein giftiger Anstieg. Dabei hatte ich mich verirrt und war direkt auf einen Berg hochgefahren.

Dann kam der Montag, Ziel Drognitz. Das Unheil begann….Ab Kaulsdorf gibt es zahlreiche Talsperren. Um Drognitz zu erreichen, musste erst zur Eichicht-Talsperre, dann zu Hohenwarte II hochgefahren werden. Jeweils lange Auffahrten mit 5-8 % Steigung. Als Belohnung dann jeweils tolle Aussichten in einer wunderbaren Landschaft. Bislang auch die absoluten Highlights. 85 km und 1.081 Hoiehenmeter sprechen eine deutliche Sprache. Am Abend gabs dafuer in einer super Gaststaette eine tolle Unterkunft und vom  Wirt eine Einladung zu Freibier und echt Thuer. Bratwurst samt Familienanschluss.

Heute dann der Hammer: Es ging weiter mit extremen Anstiegen gefolgt von ebenso langen Abfahrten.  Wie gewonnen so zerronnen…Ueber euine weitere Talsperre habe ich mich dann langsam hochgeschraubt und BAYERN wieder erreicht. 2 Sonderrationen Masgnesium und so ca. 5 Liter Wasser und Weizen haben mich dabei unterstuetzt. Am Schluss waren es sage und schreibe 1.536 Hoehenmeter. Brutal.

Aber jetzt noich ein Wort zu den Sachsen und Thueringern. Das habe ich nirgens auf der Fahrt erlebt. Unterstuetzung, wo immer ich sie gebraucht habe, natuerliche Freundlichkeit, und das alles in einem sehr angenehmen Klima. Dort, habe ich das Gefuehl,, wurden Tugenden nach der Wende nicht weggeworfen, sondern bewahrt. Beispiele: einb Schueler iuun Jena unterbricht seine Fahrt zur Schule und faehret mit mir zum Zugang des Saale-Radweges. Ein Rentner aus dem 10. Stock eines Hochhausess dirigieert mich von oben und erklaert ungefragt den Weg. In der Gastwirtschaft heute morgen wird mir ungefragt eine Brotzeit fuer den schweren Tag zusammen gestellt – das fuer Uebernachtung unbd Fruehastueck fuer 21 Euro… ich koennte das weiterfuehren. Hat mich tief beeindruckt. die letzten Tage waren seeehr anstrengend, aber der Lohn einber tollen Gegend war es wert.

Morgen die letzte harte Etappe hinauf zum Fichtelberg – dann gehtrs wieder bergab, Gott sei Dank!

Bilder wahrscheinlich morgen aus der Jugendherberg in Bayreutrh… Na, dann bis WLAN

Bilder Teil 4

Veröffentlicht: 20. Juni 2014 in Uncategorized

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km 1.704 – Nienburg an der Saale

Veröffentlicht: 20. Juni 2014 in Uncategorized

….uuups, wie schnell die Zeit vergeht – jetzt sind schon wieder 5 Tage vergangen – hoechste Zeit um zu berichten…

am Montag, 16.06. war ich zu Lieschen nach Bispingen eingeladen worden. Sie wollte mir „Ihre“ Heide zeigen. Der Weg dorthin von Undeloh aus gerade mal 22 km – also eine ganz lockere Fahrt. Denkste! Die Fahrt  ging durch die Heide und ich hatte keine Karte (bzw. habe eine Karte, die mir geschenkt wurde, an Fritz weiter gegeben…der konnte sie ja besser brauchen als ich…theoretisch…).

Ja, jedenfalls Handy hatte keinen Empfang, und so fuhr ich los, sah das Schild „Niederhaverbeck“ (den Ort merke ich mir) und war auf dem richtigen Weg. Allerdings sah ich aehnliche Schilder mit gleichem  Inhalt mal mit 3,5, dann mit 2,8 und dann mit 3,2 km. Ich hatte also  die Heide sehr umfangreich kennen gelernt. Problematisch dort die sandigen Wege, die mit Gepaeck manchmal kaum zu schaffen sind. Um 12.30 Uhr wahr ich dann bei Lieschen in Bispingen und sie zeigte miram Nachmittag ein wirklich beeindruckendes Moorgebiet in der Heide. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit. Aber schoen wars trotzdem.

Am Dienstag gings weiter ueber Soltau (dorthin begleitete mich Lieschen, bis ihr Radel schlapp machte) auf dem Heide-Leine-Radweg zum Ziel Buchholz an der Aller. Der Weg ist sehr angenehm zu fahren, verlaeuft meist auf asphaltierten Nebenstrecken – schoen. In Buchholz stieg ich in einem Gasthof ab. Der Wirt war gedanklich nicht wirklich bei der Sache, merkte ich. Das hat sich dann am Abend bei Currywurst mit Pommes (es gab nichts fleischloses….) geklaert. Die Norddeutschen lieben das Treckerfahren. Sie tun tun das immer und ueberall und sehen dabei richtig gluecklich aus. Hat ja aucg den Vorteil, dass sie da mit niemandem sprechen muessen, Trecker sind schliesslich laut, ihr versteht, was ich meine. Mein Vermieter wollte einen weiteren Trecker kaufen und wahr sehr nervoes. Erst als er die telefonische Bestaetigung erhielt, er wuerde er ihn bekommen, war er wieder in kleinem Umfang ansprechbar. Sonst alles gut.

Ja, dann kam ein kompletter Tag an der Aller entlang. Dieser Weg hat folgende Merkmale: Er verlaeuft im Zick-Zack (das hat er mit der Aller gemein) es gibt ihn gleich mehrfach (alte Route und neue Route) ist stets mit beiden Tafeln perfekt beschildert und er trifft die Aller in nur wenigen, scheinbar unausweichlichen Faellen. Deshalb habe ich immer, wenn die Aller zu sehen war, ein Bild von ihr gemacht.  Die 3 Bilder moechte ich dann auch veroeffentlichen. 

Am Ziel Gifhorn habe ich mir, leider zu kurz, das Windmuehlenmuseum angeschaut – ein absolute Muss, sehr schoen, mit Muehlen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen. Abends war ich bei Fam. Wiechmann eingeladen, die mich sehr herzlich aufnahmen und abends zum Grillen einluden. Perfekt!

Der Donnerstag war ein absoluter Hammertag: Da kam alles zusammen: lange Strecke (102 km), kuehle 10-12 Grad, seeeehr starker Wind aus wechselnden Richtungen, 2 Stunden Regen, huegelige Strecke mit laengeren Auffahrten. Ich war recht froh, die Unterkunft vorgebucht zu haben. Ich hatte dort vorher 3 x angerufen, aber die Pensionsbesitzerin wollte sich nicht so recht festlegen, erst beim 3. Mal dann. Doch ich bekam ein wirklich sehr schoenes Zimmer fuer wenig Geld. Der Osten ist erreicht – Niedersachsen abgearbeitet. Nett ein Schild auf meinem Weg: „Radfahrer-Fuetterung“ – Musst nicht laenger Beeren suchen, sind hier alle auf dem Kuchen“. Nur das angekuendigte Lokal fand ich bei dem Sauwetter nicht.

Ja, und das ganz frisch – der heutige Tag war spannend. Ich hatte mir in der Planung den Uebergang von der Allerquelle ueber den Aller-Harz-Weg zum Boderadweg zusammen gestellt. Und siehe da, alles passte nahtlos bzusammen. Einzig der Boderadweg war in einigen Passagen nicht beschildert – da musste nach Gefuehl oder besser mit Verstand rangegangen werden. Sehr schoen das Schloss in Hohenerxleben (wenns nicht so frueh gewesen waere, haette ich mich dort fuer 35 Euronen einquartiert). Ja, und jetzt habe die Saale erreicht. Sie wird mich bis nach Bayern am Fichtelberg beschaeftigen und ich freue mich schon darauf. Das Wetter heute durchwachsen, aber nur 10 Minuten Regen. Richtung Sueden wirds ja eh besser, hoffe ich. Die Sachsen bislang uebrigens sehr freundlich, kommunikativ, da gibts nix.

Ach ja, Bilder: Vielleicht noch heute, ansonsten dann bis WLAN.

 

Bilder Teil 3

Veröffentlicht: 16. Juni 2014 in Uncategorized

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nördlichster Punkt in Cuxhaven 

 

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in Cuxhaven am Hafen

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unterwegs am Nordseestrand

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am Elbestrand – gewaltig

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Schafe am Deich

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Hansestadt Stade – eine wunderschöne Altstadt

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Nordheide – Handeloh

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dto.

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dto.

 

 

 

 

 

 

km 1.313 – Handeloh (Nordheide)

Veröffentlicht: 16. Juni 2014 in Uncategorized

Das nächste Etappenziel war Otterndorf (ein Stück nach Cuxhaven). Entlang des Weser-Radweges hatte ich enormen Gegenwind. Obwohl der Radweg hinter dem Deich verläuft, hat man den Eindruck, dass man sich in der Nordsee-Brandung bewegt. Ich musste bis zu 4 Gänge gegen meiner normalen Geschwindigkeit zurückschalten. Von der Nordsee war allerdings erst kurz vor Cuxhaven etwas zu sehen. Dort erreichte ich den nördlichsten Punkt meiner Reise und ließ mich von einem Ehepaar fotografieren. Als ich meine Flagge hisste, sagte der Mann zu mir: „Ach, die Augsburg-Flagge wird gehisst.“ Ich schaute ziemlich verdutzt. Auf meine Nachfrage sagte er mir, seine Frau hätte in Augsburg studiert und sie hätten zusammen längere Zeit in München gewohnt. Die Welt ist halt klein.

Nach Cuxhaven, bei dem mir der Hafenbereich und die frischen Fischsemmeln sehr gut gefielen, gings längere Zeit ziemlich öde zu. Die Strecke des Elbe-Radweges, dem ich jetzt folgte, wurde wegen umfangreicher Dammbauten verlegt. Dann wurde es aber attraktiver. Der Weg verlief durch Weideanlagen (Schafe, Kühe) ganz nah an der Nordsee entlang und die Wellenausläufer schwappten regelmäßig über den Radweg. Der Rückwind war genial!

Ja, der Weserradweg lag jetzt hinter mir: Bleibt die Feststellung, dass das Weserbergland bis zur Porta Westfalica richtig schön ist, danach wird der Weg immer trister und verläuft sehr oft hinter Deichen.

Am nächsten Tag ging´s nach Jork. Die Richtung jetzt immer nach Osten. Rückenwind inklusive. Die Streckenlänge hatte ich aufgrund des schnellen Vorwärtskommens kurzerhand verlängert. 90 km sind mit Rückenwind reiner Genuss! Bis km 52 hatte ich nichts, in Worten  n i c h t s  von der Elbe gesehen. Der Weg verlief auf Straßenbegleitenden Radwegen durch zahlreiche Obstplantagen. Das Gebiet ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands. Angebaut werden Äpfel, Birnen, Kirschen, Erdbeeren. Der Boden dort ist stark lehmhaltig.

Untergebracht war ich in einem Gästehaus, Marke Puppenstube. Alles fein aufgereiht, ich hab mich fast nicht getraut, ins Bett zu steigen. Namensschilder beim Frühstück ….aber sonst alles prima.

Nächster Tag: Die Heide. Ziel war ursprünglich  Buchholz in der Nordheide. Aber dadurch, dass ich am Vortag weiter als geplant fuhr, konnte ich noch einige Kilometer zulegen – was gar nicht so einfach war. Durch Hamburg ging´s sehr gut durch. Die Strecke hatte ich ganz exakt über Google-Maps recherchiert und jede Straße aufnotiert. Klappte auch wunderbar. Dann aber kamen die Harburger Berge. Die hatte ich nicht im Visier bzw. noch nie etwas davon gehört. Am Stück ging´s gleich mal 100 Höhenmeter am Stück rauf und dann wellig weiter. Ich kam mir vor wie im Allgäu. Die letzten km zur Jugendherberge in Handeloh ließ ich meine Maps-App machen, und sie fand den Weg anstandslos.

In der Jugendherberge hatte ich ein sehr schönes Erlebnis mit einem sehr netten Herrn aus Wacken (ja, genau, dem Wacken). Wir haben uns bestens über Gott und die Welt unterhalten und philosophische Gespräche geführt. Witzigerweise wieder mal ein Künstler, diesmal ein Steinbildhauer. Zu einem kleinen Spaziergang in der Heide war auch noch Zeit.

Ja, über die Hälfte meiner Strecke habe ich mittlerweile hinter mich gebracht – und ich hab bis jetzt alles sehr gut überstanden!

Bilder 2

Veröffentlicht: 12. Juni 2014 in Uncategorized

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Kleine Mittagspause

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Milchprodukte am Weserradweg

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Handbetriener Seilzug über die Fulda (Holland plus Deutschland in einem Boot) hihi

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Übernachtung in der ehemaligen Zelle

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Rattenscharfes Bett in Hameln

in der Anstalt

Bild  —  Veröffentlicht: 12. Juni 2014 in Uncategorized